Alle Urteile gegen Meta 2025/2026 – Übersicht (laufend aktualisiert)
Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2026
Das Wichtigste in Kürze
Stand: 23. Februar 2026 – Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert.
Über 2.000 deutsche Gerichte haben bisher zugunsten der Verbraucher gegen Meta entschieden. Mehrere Oberlandesgerichte haben rechtskräftige Urteile gefällt, die nicht mehr angefochten werden können.
Die Tendenz ist eindeutig: Die Rechtsprechung stellt sich auf die Seite der Betroffenen.
Wegweisende OLG-Urteile
Die Entscheidungen der Oberlandesgerichte haben besondere Bedeutung, da sie als Berufungsinstanz über den Landgerichten stehen.
OLG Dresden – Die Leitentscheidungen
Das OLG Dresden untersagte Meta, „auf Drittseiten und -apps Daten über die Kläger zu sammeln" – dies sind die ersten rechtskräftigen Entscheidungen dieser Art in Deutschland.
| Aktenzeichen | Datum | Schadensersatz | Unterlassung | Löschung | Rechtskräftig |
|---|---|---|---|---|---|
| -------------- | ------- | ---------------- | -------------- | ---------- | --------------- |
| 4 U 196/25 | 05.02.2026 | 1.500 € | ✓ | ✓ | Ja |
| 4 U 292/25 | 05.02.2026 | 1.500 € | ✓ | ✓ | Ja |
| 4 U 293/25 | 05.02.2026 | 1.500 € | ✓ | ✓ | Ja |
| 4 U 296/25 | 05.02.2026 | 1.500 € | ✓ | ✓ | Ja |
Kernaussage des OLG Dresden:
„Der Kontrollverlust über personenbezogene Daten stellt bereits einen ersatzfähigen immateriellen Schaden dar. Ein Nachweis konkreter psychischer Beeinträchtigungen ist nicht erforderlich."
Warum ist das so wichtig?
- Die Urteile sind rechtskräftig – Meta kann keine Revision einlegen
- Das Gericht schloss Revision aus, da „die rechtliche Lage so deutlich" sei
- Unter deutschen Obergerichten bestehe „keine zwei Rechtsmeinungen zu der Sache"
OLG Naumburg
Das OLG Naumburg befand, dass Meta mittels seiner Business Tools „jeden Klick, jede Suche und jeden Kauf" verfolgbar machte – ohne Zustimmung der Nutzer.
| Aktenzeichen | Datum | Schadensersatz | Unterlassung | Löschung | Rechtskräftig |
|---|---|---|---|---|---|
| -------------- | ------- | ---------------- | -------------- | ---------- | --------------- |
| 9 U 124/24 | 05.02.2026 | 1.200 € | ✓ | ✓ | Ja |
| 9 U 44/25 | 05.02.2026 | 1.250 € | ✓ | ✓ | Ja |
Das OLG Naumburg hat besonders umfassende Ansprüche zugesprochen:
- Unterlassung der Datenerhebung
- Löschung aller unrechtmäßig gesammelten Daten
- Schadensersatz
OLG München
| Senat | Aktenzeichen | Datum | Schadensersatz | Revision |
|---|---|---|---|---|
| ------- | -------------- | ------- | ---------------- | ---------- |
| 37. Senat | 37 U 530/25 e | 04.02.2026 | 750 € | Nein |
| 14. Senat | 14 U 1068/25 e | Dez. 2025 | 250–750 € | Ja → BGH |
| 14. Senat | 14 U 881/25 e | Dez. 2025 | 250–750 € | Ja → BGH |
| 14. Senat | 14 U 1314/25 e | Dez. 2025 | 250–750 € | Ja → BGH |
| 14. Senat | 14 U 2300/25 e | Dez. 2025 | 250–750 € | Ja → BGH |
Der 14. Senat des OLG München hat die Revision zum BGH zugelassen. Der Bundesgerichtshof wird damit voraussichtlich 2026 oder 2027 eine Grundsatzentscheidung zur Schadenshöhe treffen.
Landgericht-Urteile (Auswahl)
Höchste Schadensersatzbeträge
| Gericht | Aktenzeichen | Datum | Betrag | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| --------- | -------------- | ------- | -------- | -------------- |
| LG Mainz | 3 O 29/24 | 27.06.2025 | 10.000 € | ARAG-Klage |
| LG Ellwangen | 2 O 222/24 | 19.02.2025 | 10.000 € | Auskunft + Löschung |
| LG Lübeck | 15 O 281/23 | 15.09.2025 | 5.500 € | Unterlassung |
| LG Leipzig | 05 O 1939/24 | 04.07.2025 | 5.000 € | Unterlassung + Löschung |
| LG Fulda | 3 O 90/24 | 14.11.2025 | 5.000 € | – |
| LG Lübeck | 15 O 1/25 | 23.12.2025 | 5.000 € | – |
| LG Ellwangen | 3 O 204/24 | 08.12.2025 | 5.000 € | – |
| LG Ellwangen | – | 09.04.2025 | 5.000 € | – |
Mittlere Schadensersatzbeträge
| Gericht | Aktenzeichen | Datum | Betrag |
|---|---|---|---|
| --------- | -------------- | ------- | -------- |
| LG Hamburg | 325 O 261/23 | 17.04.2025 | 3.000 € |
| LG Hamburg | 301 O 20/24 | 01.07.2025 | 3.000 € |
| LG Stuttgart | 48 O 93/24 | 23.05.2025 | 3.000 € |
| LG Frankfurt | 2-01 O 30/24 | 27.05.2025 | 2.500 € |
| LG Karlsruhe | 6 O 72/24 | 14.04.2025 | 2.500 € |
| LG Berlin II | – | 04.04.2025 | 2.000 € |
| LG Köln | 28 O 615/23 | 04.06.2025 | 2.000 € |
Alle LG-Urteile als PDF
Auf unserer Urteile-Seite finden Sie über 60 Urteile im Volltext als PDF zum Download – darunter alle OLG- und LG-Entscheidungen.
Trends und Analyse
OLGs konservativer als LGs
| Instanz | Durchschnittlicher Betrag | Tendenz |
|---|---|---|
| --------- | --------------------------- | --------- |
| OLG | 750–1.500 € | Vorsichtig |
| LG | 2.000–5.000 € | Verbraucherfreundlich |
Die Oberlandesgerichte urteilen tendenziell niedriger, haben aber in der Grundsatzfrage (Schadensersatzpflicht ja/nein) klar Position bezogen.
Zunehmend umfassende Ansprüche
Neben Schadensersatz sprechen Gerichte zunehmend auch zu:
- Unterlassung: Meta muss die Datenerhebung stoppen
- Löschung: Alle illegal gesammelten Daten müssen gelöscht werden
- Auskunft: Meta muss offenlegen, welche Daten gespeichert sind
Medienberichterstattung steigert Aufmerksamkeit
Große Medien berichten inzwischen regelmäßig:
- ZDF heute
- Bild
- Die Zeit
- Stern
- Heise
Dies führt zu steigenden Klagezahlen und erhöht den Druck auf Meta.
Was kommt als Nächstes?
BGH-Entscheidung
Der Bundesgerichtshof wird über die vom OLG München zugelassene Revision entscheiden. Erwartet wird:
- Grundsatzentscheidung zur Schadenshöhe
- Möglicherweise einheitlichere Rechtsprechung
- Entscheidung voraussichtlich 2026 oder 2027
Weitere OLG-Verfahren
Zahlreiche Berufungsverfahren sind bei anderen Oberlandesgerichten anhängig und werden in den kommenden Monaten entschieden.
Fazit
Die Rechtsprechung ist eindeutig verbraucherfreundlich. Über 2.000 Urteile bestätigen: Meta verstößt gegen die DSGVO und schuldet Betroffenen Schadensersatz.
Nutzen Sie die klare Rechtslage – bevor Ihre Ansprüche verjähren. → Jetzt Anspruch geltend machen
Diese Seite wird laufend aktualisiert.
Letztes Update: 23. Februar 2026
Weiterführende Artikel
- Meta-Überwachungsskandal im Überblick
- Schadensersatzhöhen im Detail
- Meta Pixel erklärt: Wie das Tracking funktioniert